Überblick
Ein Badumbau wirkt klein, ist aber technisch dicht gepackt: Wasser, Abwasser, Elektro, Abdichtung, Platten, Möbel, Glas und Lüftung treffen auf wenigen Quadratmetern zusammen. Sechs Wochen sind machbar, wenn Planung, Material und Gewerke vor Baustart koordiniert sind.
Die häufigste Verzögerung entsteht nicht beim Abbruch, sondern bei fehlenden Entscheidungen: Armaturen, Plattenformat, Duschrinne, Unterputz-Spülkasten oder Möbelmasse müssen vor der Ausführung feststehen.
Woche 1: Rückbau und Rohzustand
Zuerst werden Sanitärapparate, Möbel, Platten und alte Leitungen entfernt. Danach sieht man, ob Untergrund, Feuchtigkeit oder Leitungszustände wie erwartet sind. Diese Phase sollte mit Fotos dokumentiert werden.
Bei Altbauten tauchen häufig Überraschungen auf: knappe Aufbauhöhen, nicht normgerechte Leitungen oder fehlende Abdichtung. Ein Puffer im Budget ist deshalb sinnvoll.
Woche 2 bis 3: Leitungen, Elektro, Abdichtung
Sanitär und Elektro legen Anschlüsse, Vorwandelemente, Steckdosen, Licht und Lüftung fest. Danach folgen Ausgleich, Abdichtung und Gefälle. Diese Arbeiten sind später kaum sichtbar, bestimmen aber die Qualität des Bads.
Änderungen in dieser Phase kosten Zeit. Deshalb sollten Nischen, Duschglas, Waschtischhöhe und Spiegellicht bereits vor dem Start bemustert sein.
Woche 4 bis 6: Platten, Montage, Kontrolle
Nach den Plattenarbeiten folgen Silikonfugen, Sanitärapparate, Armaturen, Möbel, Spiegel, Glas und Schlussreinigung. Am Ende braucht es eine gemeinsame Abnahme mit Mängelliste.
Wer im Objekt wohnt, sollte früh klären, ob ein Ersatz-WC, eine provisorische Dusche oder ein klarer Staubschutz nötig ist.
Quellen
Die Angaben sind als Orientierung für Schweizer Bau- und Wohnprojekte gedacht. Verbindliche Preise und Förderbeiträge müssen objekt- und kantonsspezifisch geprüft werden.
